Introduction
Im November 1972, als ich 22 Jahre alt war, bekam ich im Laufe der folgenden 18 Monate einige Offenbarungen von Jesus. Im Folgenden handelt es sich um einen kurzen Auszug aus meinem gesamten Zeugnis: Eines Abends, gegen Ende November des Jahres 1972, kniete ich in meinem Schlafzimmer nieder und übergab mein Leben Jesus. Ich gestand Ihm ein, dass ich in mir nichts Gutes sah, dessen ich mich rühmen konnte. Auch konnte ich nichts vorweisen, was ich getan hatte, um mich auf irgendeine Weise vor Ihm zu rechtfertigen, und vieles, was ich getan hatte, machte mich eher zu Seinem Feind als zu Seinem Freund - ich gab Ihm vollkommen Recht, durch und durch ein Sünder zu sein. Ich bat Ihn darum, mir alles zu vergeben, was ich getan hatte. Ich akzeptierte, dass Er in die Welt kam, die Er geschaffen hatte, auf wunderbare Weise gezeugt und von einer Jungfrau geboren wurde, dass Er als Mensch auf der Erde lebte und für mich misshandelt und hingerichtet wurde. Ich begriff, dass Gott nichts mit der Sünde zu tun haben kann, deshalb musste jemand für sie bezahlen. Ich bat Ihn darum, ganz und gar die Herrschaft über mein Leben zu übernehmen und mein Herr und Heiland zu sein.
Was als Nächstes geschah, kam völlig unerwartet. Direkt nach meinem Gebet, spürte ich die starke Gegenwart von jemandem, der sehr alt zu sein schien, sogar noch älter als die Zeit. Er war voll von unergründlicher Weisheit und hatte große Kraft. Obwohl ich Ihn mit meinen Augen nicht sehen konnte, schien es mir, als würde Er etwa einen Meter entfernt vor mir stehen. Obgleich ich Ihn nicht kannte, kannte Er mich. Ich spürte, wie Er direkt in meine Seele hineinsah, so als sei sie eine Masse aus durchsichtigem Glas und ich fühlte, dass Er mich kannte und mich und meine Beweggründe unermesslich tief verstand, weitaus besser, als ich selbst sie verstand. Er zeigte mir, dass Er mich schon kannte, bevor ich geboren wurde und noch bevor Er die Welt erschaffen hatte. Worte reichen nicht aus, um zu beschreiben, was geschah; es war äußerst gewaltig, beängstigend und wunderbar zugleich. Fünf Dinge tat er dabei für mich: Er vergab mir vollständig alle meine Sünden, die ich jemals begangen hatte. Er erfüllte mein Inneres mit Licht - überall dort , wo ich vorher das Gefühl hatte, in völliger Dunkelheit zu sein. Er zeigte mir, dass ich schon ewig gelebt hatte bevor die Welt entstand und in alle Ewigkeit weiterleben würde. Er nahm mir die Todesangst, die mich seit meiner Kindheit geplagt hatte. Diese Angst ist seitdem nie wieder gekommen. Er öffnete mein Verständnis für die Bibel. Als ich im Neuen Testament las, das vor mir auf dem Bett lag, merkte ich, dass ich es verstehen konnte, so als ob jedes Wort klar und persönlich an mich gerichtet sei. Sogar der Druck schien mir klarer zu sein.
Eines Abends im März 1974 erzählte ich meiner Frau, dass ich beunruhigt darüber sei, nicht wirklich gezeigt zu haben, dass ich alles in meinem Leben Gott übergeben hatte. Ich befürchtete wirklich, dass Gott von mir verlangte, buchstäblich alles aufzugeben, auch meine Ehe, um ein Vagabund zu werden. Dadurch würde ich zeigen, dass es in meinem Leben nichts mehr gab, woran ich festhielt. Sie sagte mir, dass Gott dies nicht unter völliger Hingabe verstand, und dann schlief sie ein. Ich war hellwach und zerbrach mir den Kopf darüber, was Gott noch alles von mir wollte.
Plötzlich stand mir am Fußende unseres Bettes jemand gegenüber, der ganz weiß gekleidet war. Er war etwa zwei Meter groß und seine weiße Kleidung leuchtete wie der Blitz. Ich sah Sein Gesicht und Seinen Bart, aber Seine Gesichtszüge konnte ich nicht erkennen, da das Licht so grell war. Trotz der Helligkeit des Lichts, war ich nicht geblendet, und ich konnte Ihn immer noch ansehen, ohne die Augen zukneifen zu müssen. Noch beängstigender war, dass diese Person schrecklich stark, durch und durch rein und heilig war (etwa wie ein geistliches Bleichmittel) - Worte reichen nicht aus, um dieses Erlebnis angemessen zu beschreiben. Ich konnte erkennen, welch eine abscheuliche und egoistische Kreatur ich wirklich war. Ich fragte mich, wo ich mich vor diesem Heiligen Wesen verstecken könnte, wohin ich verschwinden oder wie ich einfach aufhören könnte zu existieren, um von Ihm loszukommen, denn ich merkte, dass nichts in mir Seine Gegenwart ertragen konnte. Noch immer bewegten mich diese Gedanken und ich fühlte mich äußerst bestürzt, doch dann begann ich völlige Vergebung für meine schmutzige, egoistische Natur zu spüren. Während mir zuvor all die egoistischen und unreinen Dinge, die ich in meinem Leben getan hatte, vergeben wurden, so wurde mir jetzt für das vergeben, was ich als Person war. Mir wurde nun gezeigt, dass ich ein Recht darauf hatte zu leben, weil Er beschlossen hatte, dass ich leben sollte. Es hatte nichts mit mir zu tun, oder mit dem, was ich getan hatte. Da fühlte ich, wie Seine absolut selbstlose Liebe mit gewaltigen Wellen über mich kam und mich mit immer größerer Kraft und Intensität umgab. Ich sah, dass Er mich direkt anschaute und Seine ganze Aufmerksamkeit auf mich richtete, auf mich ganz allein. Die Macht Seiner Liebe wurde so groß, dass ich das Gefühl hatte, als sei ich ganz mit Ihm vereinigt und völlig von Ihm verzehrt. Dann begann ich ängstlich zu werden und fühlte mich etwas beunruhigt - bedingungslose Liebe war neu für mich, insbesondere mit dieser Kraft. Selbst gewöhnliche Liebe war für mich ungewohnt. Es hatte einige Zeit gedauert, bevor ich es lernte, meiner Frau zu sagen, wie sehr ich sie liebte und dabei fühlte ich mich ganz unsicher. Ich fing an, mich von Seiner Liebe loszureißen. Er zog sich sanft zurück und verließ langsam den Raum.
Mir erscheint es unmöglich, die Gewalt dieses Erlebnisses in Worte zu fassen. Ich hatte wirklich das Gefühl, als ob ich völlig aus der Welt herausgenommen und mit Ihm verschmelzen würde. Der Jesus, den ich sah, war viel größer - Er war noch vollständiger mit selbstloser Liebe, Reinheit und Kraft gefüllt - als Er im Neuen Testament beschrieben wird. Es ist kein Wunder, dass die Schreiber des Neuen Testaments ein neues Wort für Gottes Liebe einführen mussten, die selbstlose Liebe.


Übersetzt von Gisela Hoffmann
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von James Christian Petzold
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